L-Arginin

 

Nadine Rieder im X4BIKER-Interview: Auch Mountainbikerinnen haben weibliche Seiten


Jetzt gerade ist Nadine schon wieder auf dem Sprung nach Südafrika, um sich dort auf das sechstägige Etappenrennen Bridge Cape Pioneer Trek (14.-20.10.2012) vorzubereiten, in der letzten Woche hat die 23-Jährige Ergon-24h-Racerin jedoch ein bisschen Zeit für uns gefunden und uns ein paar Fragen zum Cyclepassion Kalender und zu ihrer persönlichen Mountainbike-Geschichte beantwortet. Dabei kam heraus, dass Nadine auch schon vorher vor diversen Kameras stand, die Teilnahme am Shooting für den Cyclepassion Kalender für sie aber dennoch etwas ganz Besonderes war. Die Stimmung am Set war ausgelassen und Nadine war begeistert von der Crew, dem Fotografen und natürlich von den Bildern, die letztendlich entstanden sind. Nadine wird in der Kalenderausgabe 2013 auch gleich zweimal zu sehen sein – im Juli und im Oktober – und ist besonders stolz, bei diesem Projekt dabei gewesen zu sein. Uns hat Nadine im Interview dann noch verraten, warum sie nach der Anfrage sofort zugesagt hat, wer noch im Cyclepassion Kalender 2013 zu sehen sein wird und was sie sonst so alles mit dem Mountainbiken verbindet.

Nadine, erst einmal herzlichen Glückwunsch von unserer Seite für die schönen Bilder im Cyclepassion Kalender 2013. Wie kam es denn zu diesem Projekt?
Bereits im Frühjahr bekam ich eine Anfrage von Anke Wilken, der Produzentin des Kalenders.

Wann habt ihr für den Kalender geshootet und wie lief das Shooting ab, also welche Locations dienten als Hintergrund?
Das Shooting fand im August zwischen Pforzheim und Stuttgart in einem riesen Fotostudio statt. Als Hintergrund dienen im 2013er Kalender Radteile. Bei mir sind es der Race King Reifen von Conti und die Magura Gabel.

Welche Bikerinnen werden neben dir in der neuen Ausgabe des Kalenders zu sehen sein?
Olympiasiegerin Kristina Vogel, Sonya Looney, Anneke Berten, Irina Kirchler, Barbara Benko und Julia Innerhofer.

Viele Männer behaupten ja, es gibt zu wenig hübsche Frauen unter den Mountainbikerinnen. Wolltest du das Vorurteil also nur wiederlegen oder was hat dich dazu inspiriert, bei dem Shooting mitzumachen?
Der Cyclepassion Kalender ist mittlerweile richtig kult und es ist was Besonderes, wenn man die Ehre hat, sich dafür ablichten zu lassen. Das war auch der Grund, weshalb ich zusagte. Und natürlich find ich es auch schön, wenn man mal seine „weiblichen“ Seiten zeigen kann. Dreckverschmiert und abgekämpft sind ja sonst die meisten Bilder von uns Bikerinnen ;).

Wie bist du eigentlich zum Mountainbiken gekommen und was reizt dich an dieser Sportart?
Bereits mit 9 Jahren bin ich mein erstes MTB-Rennen gefahren. Mein 2 Jahre älterer Bruder fing vor mir an und ich wollte dann auch unbedingt einen Pokal haben :). Das Tolle und Faszinierende am Biken ist die Natur. Egal wo du bist, es sind meistens tolle Orte und Gegenden und man ist immer draußen.

Dich sieht man mit dem Ergon 24h Racing Team auf zahlreichen Veranstaltungen. Du startest bei XC-Rennen, beim Sprint Eliminator, bei Marathons und sogar beim 4X auf dem Bike Festival in Riva haben wir dich entdeckt. Bist du noch auf der Suche nach der richtigen Disziplin oder liebst du einfach nur die Abwechslung?
Normalerweise ist meine bevorzugte Disziplin schon immer Cross Country. Die letzten beiden Jahre hatte ich aber noch Prüfungen  und gesundheitliche Probleme. Deswegen musste ich mit dem Training ab und zu etwas zurückstecken. Daher hab ich einfach überall mitgemacht, wo ich Zeit und Lust zu hatte. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und schön zu sehen, dass ich auch bei den anderen Disziplinen gar nicht so unbegabt bin ;). In den nächsten Jahren möchte ich aber meinen Schwerpunkt vor allem auf CC und XC-Eliminator setzen.

Hast du neben dem Mountainbiken auch noch Zeit für andere Hobbys?
So wirklich viel Zeit bleibt da nicht mehr, aber ich schau natürlich immer, dass auch mein „privates Leben“ nicht zu kurz kommt. Einfach mal was mit Freundinnen machen oder die Zeit mit der Familie genießen ist genauso wichtig.

Wie finanzierst du dir das teure Hobby Mountainbiken?
Ich werde vom Team super unterstützt und auch meinen Eltern stehen immer hinter mir. Nebenher model ich auch noch. Daher klappt das ganz gut.

Welche Ziele verfolgst du noch mit dem MTB-Sport?
Seit dem erfolgreichen Beenden meiner Abschlussprüfung im August arbeite ich nur noch 50% und habe deshalb wieder Zeit, mich so richtig auf den Sport zu konzentrieren. Daher möchte ich natürlich versuchen, mich in der Eliteklasse zu behaupten und das Bestmögliche aus mir rauszuholen. Das Traumziel eines jeden Sportlers ist natürlich die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Das ist aber noch ein sehr langer und schwieriger Weg. Das Wichtigste ist aber auf jeden Fall, den Spaß nie zu verlieren!!!

Schraubst du auch selbst an deinen Rädern oder wer hält deine Bikes instand?
Hmm, wenn ich ehrlich bin, ist es dann meistens schlimmer, als es war, bevor ich mein Glück versucht habe, wenn ich selber daran schraub. Deswegen überlasse ich das meistens dem Mechaniker.

Wie sieht es denn mit dem Training aus, trainierst du in Trainingsgruppen, vielleicht sogar mit anderen Mädels, hast du einen Trainer, der dir über die Schulter blickt oder bist du auf dich allein gestellt?
Mich trainiert bereits seit längerer Zeit Erik Becker. Die Zusammenarbeit klappt super und macht viel Freude! Ich trainiere also nach einem Trainingsplan, aber meistens allein hier in meiner Heimat, dem Allgäu.

Du fährst ja für die Firma Ergon, die ergonomische Produkte für Radfahrer herstellt. Ist deine Meinung als Rennfahrerin da auch gefragt?
Ja, das auf jeden Fall. Die ganze Ergon-Crew ist super und wirklich offen, was das betrifft. Ich bekomme Teile zum Testen und die Rückmeldungen von uns Athleten sind der Entwicklung enorm wichtig.

Und noch eine abschließende Frage: Was würdest du dir für die Zukunft des MTB-Sports wünschen?
Es ist sehr schade, dass es  fast keine TV-Übertragungen vom MTB-Sport gibt und wenn, dann nur ganz kurze Ausschnitte. Ich würde mir wünschen, dass der Sport einfach noch viel mehr veröffentlicht wird. Mittlerweile ist biken als Hobby immer beliebter und ich denke, dass das Interesse auf jeden Fall da wäre. Außerdem ist es schade, dass man Radsport immer gleich mit Doping verbindet. Es wäre schön, wenn das nicht mehr so wäre und diese Vorurteile nachlassen würden.

Wir bedanken uns bei Nadine für das Interview.

(Foto: Daniel Geiger, Markus Neuer)

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