CFR-Teammanager Daniel Hespeler über sein Team, seine Arbeit und die Zukunft des XC-Sports


Auch der Teammanager vom Cannondale Factory Racing Team, Daniel Hespeler, stand uns zum Abschluss des Jahres noch in einem Interview Rede und Antwort. Wenn ihr also immer schonmal wissen wolltet, was Daniel vor seiner Zeit als Teammanager bei CFR so getrieben hat, was seine Aufgaben als Teammanager sind, wie oft er im Jahr unterwegs ist, wie ähnlich sich Manuel Fumic und Marco Fontana sind, wie viel Teambudget in welchen Mengen wohin fließt und wie Daniel die Zukunft des XC-Sports sieht, dann nehmt euch ein paar Minuten Zeit.

Daniel, du warst früher ja selbst mal Rennfahrer und anschließend Mechaniker im Team von Lado und Manuel Fumic. Wann und warum hast du dann zu Cannondale gewechselt und wie kam damals der Kontakt zustande?
Ja, ich war bis Anfang U23 selbst Rennfahrer und im Cyclocross und XC national und international auch recht erfolgreich. Der Durchbruch gelang mir jedoch nie. Als ich mir dann mit 21 Jahren zu allem Übel noch die Kniescheibe gebrochen hab, war mir klar, dass ich eine andere Karte als die des Radsportlers spielen muss und hab mein BWL-Studium ein wenig ernster genommen, was sich am Ende auch ausgezahlt hat. Während des Studiums habe ich damals das Team T-Mobile als Mechaniker und ich sag mal „Mann für all Fälle“ begleitet und in dieser Position auch ordentlich Spaß und Erfolg gehabt. Zudem habe ich einiges über den Profisport und die Vermarktung gelernt. Nach dem Studium kam der Kontakt zu Cannondale zustande, der durchaus Perspektive hatte.  Mein guter Kumpel Jens Haug, auch ehemaliger Rennfahrer aus der Stuttgarter MTB-Bande, war damals schon bei Cannondale im Marketing beschäftigt, und so kam eins zum anderen. Anfangs habe ich bei Cannondale Händlerevents veranstaltet und war für die Festivals usw. zuständig, habe dann aber schnell ins Sportmarketing gewechselt, worauf ich immer spekuliert und hingearbeitet habe. Hier habe ich 4 Jahre als Teammanager des Downhill- und Freeride-Teams agiert, und war Team-Liaison für  das XC-Team. Wir haben über die Jahre unsere globale Sportmarketingstrategie verändert und wollten 2009 unser eigenes XC-Team haben, über das wir volle Kontrolle haben und das wir voll zu unseren Zwecken nutzen können. Hieraus entstand CFR, wie man es heute kennt, was komplett aus meiner und damals noch Florian Eschenbachs (als sportlicher Leiter) Idee und Vision aufgebaut wurde.

Warum beschränkt sich das Cannondale Factory Racing Team denn so sehr auf den XC-Bereich, das heißt, warum habt ihr nicht auch Marathonfahrer im Team?
Wir haben 2008 die Entscheidung getroffen, für 2009 ein World Cup Team auf die Beine zu stellen, welches neue Maßstäbe in Punkto Auftreten, Professionalität und Vermarktung setzt. Um dies zu verwirklichen mussten wir uns auf eine Disziplin festlegen, um uns nicht zu verzetteln. Der Support, den wir den Fahrern bieten, ist so intensiv, dass Marathon und XC auf hohem Niveau parallel mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht zu schaffen wäre. Gleiches gilt für die Logistik, die sich hinter einem solchen Team verbirgt. XC ist für mich die Formel 1 des Offroad-Radsports, deswegen war uns klar, dass wir uns auf diesem prestigeträchtigen Spielfeld positionieren wollen. Dies soll den Marathonsport nicht schmälern oder abwerten, es war einfach eine Entscheidung, die wir getroffen haben. Nichts desto trotz haben wir ja auch einen Marathon-Weltmeistertitel mit dem Team gewonnen.

Was genau sind denn deine Aufgaben als Teammanager bei Cannondale und was machst du in der Wintersaison, wenn keine Cross-Country-Rennen anstehen?
Erstmal die Wintersaison: Planung für die kommenden Jahre, Abrechnungen, Materialbestellungen, viel Büroarbeit... und mich um unser amerikanisches Cyclocross-Team kümmern, wenn die in Europa sind. Hierfür war ich diesen Winter schon 6 Wochenenden unterwegs. Die Sportler und Mechaniker nutzen unseren Service-Course hier in Stuttgart als Basis.
Generell: Das ist ein weites Feld. Wie oben erwähnt, habe ich CFR ja von ‘nem weißen Blatt Papier an aufgebaut und es als Top-Team im XC-Zirkus platziert. Mittlerweile bin ich sportlicher Leiter und Teammanager in Personalunion. Es ist eigentlich ein 24h-Job, weil es immer etwas zu tun gibt.
Aber mal mehr im Detail: Als sportlicher Leiter kümmere ich mich um den sportlichen Ablauf und die sportliche Planung und Ausrichtung des Teams. Ich lege mit den Fahrern die Rennplanung fest, übernehme die Buchungen, Reservierungen, Anmeldungen und vor Ort beim Rennen alles, was mit dem sportlichen Ablauf zu tun hat und hab hierfür freilich auch die Verantwortung. Ich versuche, den Sportlern zu helfen wo es geht und mich in ihre Situation zu versetzen, um ihnen die Realisierung ihrer Ziele zu erleichtern. Ich beobachte den Rennverlauf und versuche, taktisch und moralisch zu unterstützen und zu analysieren. Ich beschäftige mich mit dem Regelwerk und versuche, auch mit der UCI und anderen Verbänden konstruktiv und im Sinne der Fahrer zusammenzuarbeiten. Wir beobachten und diskutieren viel bei CFR, um jedes Detail optimal zu gestalten. Ich erstelle die Einsatzpläne für unsere Physiotherapeuten, Mechaniker und andere Helfer, koordiniere die Logistik. Alleine die Reiseplanung ist recht umfangreich, da wir ja mit Fahrern und Betreuern sehr international sind.
In meiner Funktion als Teammanager geht es mehr um alles, was nicht direkt mit dem Sport zu tun hat. Das fängt an mit Vertragsverhandlungen mit Fahrern und Sponsoren. Alle Verträge in und um das Team laufen über mich, was freilich in der Folge auch die Buchhaltung beinhaltet. Gehälter, Expenses, Boni usw. wollen rechtzeitig bezahlt, Rechnungen gestellt werden.  Die strategische Ausrichtung des Teams ist sicher auch ‘ne große Aufgabe, speziell für uns zum Beispiel über 2012 hinaus... Wir als eines der Top-Teams haben eines der aufwändigsten Setups am Rennplatz, was mir persönlich auch wichtig ist. Wir verkaufen Highend-Produkte, also müssen wir auch auf höchstem Level arbeiten und uns ebenso präsentieren, auch auf der grünen Wiese. Deshalb haben wir im letzten Jahr einen neuen großen LKW angeschafft, welcher unsere Heimat vor Ort beim Rennen ist. Wir haben unsere eigene Küche dabei, mit der wir vor Ort 10 Leute von morgens bis abends versorgen, eine komplette Werkstatt, einen Meeting/Ruheraum, unsere eigene Dusche und auch eine Waschmaschine, können also komplett autark sein vor Ort, wenn wir müssen. Das Fahrzeug wurde speziell nach unseren Wünschen und Anforderungen gebaut, was natürlich super viel Planung war. Vor Ort heißt das noch mehr Arbeit für mich und den Rest des Teams. Aufbau und Abbau gehört mit zu meinen Programmpunkten, wie auch alles am Laufen und Funktionieren zu halten. Das mache ich freilich nicht alleine, aber ich hab sozusagen die Oberaufsicht und den Blick fürs Gesamte. Bei Weltcups haben wir meist Händler - oder Endkunden- Incentives, bei denen wir Gruppen von bis zu 15 Leuten das Erlebnis MTB World Cup näherbringen. All das wird von mir geplant und mit Hilfe von Kollegen durchgeführt. Na ja, und dann ist da eben noch das Socializing mit den anderen Teams, Verbänden, Herstellern und Fahrern, plus die Prozessoptimierung, indem ich einfach mit offenen Augen durch die Welt laufe und schaue, was machen andere Teams (auch in anderen Sportarten) und andere Fahrer und was können wir evtl. in unsere Abläufe implementieren.  Wir sind ein Team bestehend aus 6-10 Personen, da gibt es einiges an organisatorischen Abläufen, an Dingen die einfach geregelt sein müssen, all das liegt auf meinen Schultern. Na ja, und irgendwer muss ja auch für die Stimmung sorgen oder zumindest jemanden parat haben, der für die Stimmung sorgt... Wir haben für CFR einen Service-Course nahe Stuttgart, der mir untersteht, wo wir  auf ca. 100qm Lager und Werkstatt haben, ‘nen Waschplatz, Abstellplätze für Autos, Wohnmobil und LKW usw... auch das bedeutet viel Arbeit. Mit der Hand und organisatorisch. Einer der Mechaniker ist fast das ganze Jahr hier beschäftigt... es gibt also immer was zu tun.

Da ich ja aber bei der Cycling Sports Group als Sports Marketing Manager angestellt bin, habe ich im Unternehmen auch noch andere Aufgagen. Zum einen kümmere ich mich noch um einen Teil der Mongoose (eine weitere Marke der CSG) Freeride Athleten und bin stark in die Produktentwicklung und in Produkttests involviert, sowie in die normalen Marketingabläufe. Foto- und Video-Shootings wollen geplant und durchgeführt werden und so weiter. Ich nehme also auch am „normalen“ Konzernleben teil...

Kurz gesprochen, ich bin für den Erfolg des Unternehmens CFR verantwortlich und hab bestimmt noch 1000 Dinge vergessen, die ich und mein Team für den Erfolg der Sache tun.
Aber nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht: Mein Job ist definitiv ein Traumjob!

Wie viele Wochen/Monate bist du als Teamchef denn im Jahr unterwegs und weit weg von zuhause?
Wir haben das letztens mal gezählt.  Es sind ca. 180 Tage für mich. Die Mechaniker sogar 220 Tage.

Die zwei Fahrer, die man aus dem Team am besten kennt und die sicherlich als Teamleader angesehen werden, sind Manuel Fumic und Marco Aurelio Fontana. Beschreib uns doch mal die sportlichen Stärken und Schwächen der zwei – gibt es hier Gemeinsamkeiten und/oder Unterschiede?
Marco und Manuel. Hmmm, eigentlich könnten die beiden Brüder sein. Optisch und auch von Ihrer Art. Die Art ist sicher auch einer der Gründe, warum sie bei uns sind. Eines unserer Ziele war es von Anfang an, den XC-Sport etwas aufzupeppen,  zu modernisieren. Unser Team basiert auf Typen, auf Typen die polarisieren, gleichzeitig aber zu 100% Profis sind.

Aber zum sportlichen: Manuel ist sicher eines der größten Talente im internationalen MTB-Sport, in dem noch sehr viel Potential steckt. Er ist sehr explosiv, und wird aufgrund seines hohen Trainingsalters immer konstanter... das ist sicher ‘ne sehr interessante Mischung für 2012. In 2011 ist nicht alles so gelaufen wie er sich das vorgestellt hat, aber aus „Fehlern“ lernt man ja... Seid also gespannt!
Marco ist ein harter Arbeiter mit großem Talent und ‘nem großen Rennfahrerherz. Für ihn ist es eine Ehre Rennfahrer zu sein und jedes Mal, wenn er an der Startlinie steht, ist er bereit bis aufs Messer zu kämpfen. Er hat sich in den letzten Jahren viel zugemutet mit Cyclocross und MTB parallel. Das haben wir für 2012 geändert. Mal sehen, was passiert.

Eines ist jedoch sicher, beide sind Charaktere, die der Sport braucht. Ich bin sehr gespannt, was passieren würde, wenn einer der beiden oder besser noch beide ganz, ganz vorne im Weltcup mitmischen, konstant.

Wie stark trainiert das gesamte Team auch zusammen – oder geht hier jeder eher seinen eigenen Weg?
Hier kommt wieder eine meiner Anfangsphilosophien zum Tragen. Jeder Sportler ist für seine Leistung selbst verantwortlich. Wir als Team bieten für alles andere den bestmöglichen Support. Jeder der Sportler hat seinen eigenen Coach, mit dem er zusammenarbeitet. Wir stecken gemeinsam mit den Athleten die Saisonziele ab und von da an arbeitet jeder selber. Nichts desto trotz sitze ich ab und an auf meiner Vespa und mache Motortraining mit den Jungs, wenn sie am Teamsitz in Stuttgart sind. Zudem unterhalten wir uns freilich auch über Training, Form und Ziele. Wir kommen gerade vom alljährlichen Teammeeting zurück, wo wir die Saison geplant haben und gleichzeitig auch die individuellen Ziele festgelegt haben. Ich versuche da auch immer Bausteine von Motivationstraining, Analysetools und andere interessante Themen anzuregen und einzubauen. Der Spaß kommt da freilich aber auch nicht zu kurz. Dieses Jahr haben wir uns alle zusammen das Supercross-Rennen in München angeschaut. Das ganze hat recht viel Ähnlichkeit mit dem neuen Eliminator-Format und man konnte einiges über Linienwahl, Reaktion und Taktik lernen.

Wird sich für das Team in der Saison 2012 etwas ändern oder macht ihr weiter wie bisher – was sind die Prioritäten und Ziele für das kommende Jahr?
Wir machen exakt so weiter wie wir auch in 2011 gefahren sind. Never change a winning – hmm, ne – a good working team... Am Gewinnen auf der größten Bühne des MTB-Sports arbeiten wir ja noch. Trotz allem haben wir das Team stärker globalisiert und unsere Präsenz in den USA verstärkt. Die Namen werdet ihr bald zu lesen bekommen. Priorität für uns war immer und wird auch weiter der Weltcup sein. Klar ist 2012 ein olympisches Jahr, aber wir wollen erstmal im Weltcup ganz vorne mitmischen dieses Jahr, die letzten paar Prozent schaffen, um konstant auf dem Podium zu stehen. Olympia hat freilich auch ‘nen Stellenwert für uns und den Sport, aber die Saison ist ja gut strukturiert, um beides 100 Prozent angehen zu können.

Wie viel Budget wird denn pro Jahr in das Team investiert und für was wird das ganze Geld ausgegeben?
Die Antwort hierauf kennt ihr ja sicher schon: Über Geld spricht man nicht.
Kurz gesagt, es ist schon ein stattliches Sümmchen und die großen Teams schenken sich da nicht viel. Die Ausgaben gliedern sich grob gesprochen in Gehälter und Boni, Reisekosten,  Verpflegung, administrative Kosten, Lizenzen und natürlich Fahrzeuge und sonstiges Equipment, Marketingkosten, PR-Kosten, Versandkosten, Materialkosten...
Es arbeiten 6-10 Leute für CFR, wir haben einen großen LKW, ein Wohnmobil, 2 Transporter, ein Lager mit Werkstatt... Es ist ein kleines Unternehmen. Alles läuft organisatorisch ungefähr wie bei einem Pro Tour Team auf der Straße, nur haben die 30 Fahrer und wir 3. Beim Budget ist das ein ähnlicher Faktor.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle unsere Partner, Sponsoren und Ausrüster, ohne die das alles nicht möglich wäre.

Kommen wir nun mal zu den World Cups oder auch Bundesligarennen – hier ist die Sprintwertung ja noch relativ jung. Wie stehst du persönlich zu den Sprintrennen und glaubst du, dass den Fahrern mit dieser Regelung entgegengekommen wird?
Nun wir waren eines der wenigen Teams, das bei allen Sprintrennen im 2011er Weltcup am Start stand, auch mit unseren Top-Fahrern, während andere Teams und Athleten sich geschont haben. Ich hab das fürs Team, aber auch für die Zukunft dieser Disziplin gemacht, wohlwissend, dass es ein zusätzliches Risiko und auch eine körperliche Belastung für die Sportler ist, die andere Teams ihren Sportlern nicht zugemutet haben. Ich denke, alles in allem war es das wert, auch wenn man bedenkt, dass wir in Dalby Forest Marco Fontana auf dem Podium im Sprint hatten und er zusammen mit Manuel im XC-Rennen auf dem Podium als 3. und 5. gestanden hat.
Ich habe mich immer für die Sprintrennen ausgesprochen, aber unter ein paar Voraussetzungen, die ich und viele andere für wichtig halten. Leider wurden diese für 2012 so nicht umgesetzt, egal aus welchen Gründen. Ich denke es ist wichtig die XCE-Rennen als Teil des XCO-Worldcups zu sehen und zu werten, um die großen Namen im XCO zu einer Teilnahme zu bewegen und es dadurch interessant zu machen. Ich denke, dann wäre auch ein Rennen am Samstagabend vor grandioser Zuschauerkulisse denkbar, weil am Sonntag ja alle die gleichen Bedingungen haben, was die Belastung durch den Sprint angeht. Ich sehe das ganze auch wirtschaftlich. Es gibt uns Teams, den Medien und den Sportlern zusätzlichen Nutzen am Rennwochenende, mehr Möglichkeit uns zu präsentieren. Mein Traum wäre es ja, den Sprint am Samstagabend zu machen. Der Kurs geht teilweise durch die Team-Area, jedes Team macht ‘ne kleine Aktion im Zelt vor dem Truck für die Fans und ruckzuck haben wir Zuschauer, ‘nen tollen Background für Bilder und TV-Produktionen. Welche andere Sportart kann sowas denn bieten? Danach gibt’s ein cooles Konzert, das auch nicht radsportaffines Publikum anlockt... na ja wie gesagt... es ist eben ein Traum... man wird sehen wie sich das umsetzen lässt! Ich bin da guter Dinge. Wie wir die Sprint Weltcup Rennen 2012 angehen, werden wir individuell entscheiden.

Leider sind auch heute ja immer noch viel zu wenig Hersteller, Radfirmen und auch branchenfremde Firmen bereit, große finanzielle Summen in die Hand zu nehmen, um diese direkt in den MTB-Sport (d.h. Rennveranstaltungen) zu investieren. Woran liegt das deiner Meinung nach und könnten hier vielleicht auch die Veranstalter noch etwas verbessern, um den Sport attraktiver zu machen?
Ich denke, wir sind da an einem Wendepunkt. Wir haben immer unter der mangelnden TV-Zeit gelitten, darauf wurde es zumindest geschoben. Mit den Online-Übertragungen, dem Internet und den sinkenden Kosten für Equipment und Produktion lässt sich hier in Zukunft einiges wettmachen... Radfahren generell boomt mehr als je zuvor und mehr als viele andere Sportarten, speziell solche mit Motor und Benzin involviert, in die bisher ja verdammt viel Geld floss. Mit dem richtigen Lobbyismus und wenn die richtigen Leute die Zügel in der Hand haben, lässt sich da sicher einiges bewegen... Gerade auch in Bezug auf mediale Präsenz und mediale Partner. Seid gespannt.
Ich nehme als Beispiel einfach mal Nove Mesto. Das war schon klasse, was die da abgezogen haben. Es gibt auf der Welt noch viele andere Langlauf- oder Biathlon-Hochburgen, die vom Terrain her wie für uns gemacht sind. Die Infrastruktur dort steht bereits und auch ein Publikum gibt es dort, das ein äquivalent für den Wintersport sucht. Wir sind eine der wenigen Sportarten, die vom Profil her TV und Zuschauer on Site kombinieren kann. Ich bin gespannt, was die Zukunft bringt, Biathlon und Langlauf ist sicher nur ein Ansatz, wenn auch ein sehr guter!

Danke für das Interview. Frohe Weihnachten und ‘nen guten Start ins Jahr 2012.

(Foto: Küstenbrück)

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